Geräuschentwicklung - Management auf Festplatten (AAM)
Eine der Nebenwirkungen der zunehmenden Leistung von Festplatten ist ein hoher Geräuschpegel, der die Hersteller zur Entwicklung der Dämmungstechnologien gefördert hat. Die Empfindung vom menschlichen Ohr im hörbaren Bereich (20 Hz und 20 KHz) ist nicht gleich. Durch besondere Empfindlichkeit zeichnen sich die Laute mit einer Frequenz von 1 bis 3 KHz aus. Die Qualität der Wahrnehmung kann abhängig von vorwiegender Frequenzdichte verschieden sein. Die Frequenzen im Bereich von 1-3 KHz verfügen über die höchsten Werte der Dichte und sind besonders unannehmbar für die Menschen. Durch die Dämpfung der Geräusche mit solchen Frequenzen kann eine wesentliche Erhöhung der Lautgüte erzielt werden, obwohl dessen Dichte auf höheren Frequenzen genauso oder mehr stark sein kann. Aus diesem Grund haben die Hersteller die Festplatten so ausgelegt, um die Laute in diesem Bereich zu dämpfen.
In diesem Fall handelt es sich um 2 Arten vom Geräusch: Geräusch vom Speicher, der den Benutzer durch die Luft erreicht und Geräusch, den der PC-Box mit Winchesterlaufwerk drin ausstoßt. Nicht alle Boxen zeigen gute Robustheit und hohe Fertigungsgüte auf, es geht vorwiegend die billigen Modelle hergestellt aus dünnem Blech und mit der "linken" Hand an. In solchen Boxen arbeiten sogar zu leise Speicher geräuschstark, falls die Laufwerke angesprochen werden. Umgekehrt machen gute Boxen den Betrieb der Laufwerke mit nicht so guter Geräuschentwicklung lautlos.
Bei der Manipulation der Suche bestimmt vorwiegend die Vibration Geräuschentwicklung. Die Vibration entsteht durch schnelle Versetzung der Köpfe an angegebenen Spur. Als besonders hochleistungsfähig aber gleichzeitig auch als geräuschvoll ergibt sich eine zweistellige Suche. Bei dieser Suche wird die Versetzung der Köpfe in zwei Etappen unterteilt - maximale Beschleunigung bis zur Mitte der Versetzungsstrecke und Bremsung auf dem zweiten Teil der Strecke. Durch verschiedene Formen und Amplituden vom Befehlsimpuls steuern die Hersteller der Festplatten die Geräuschentwicklung an, die im Speicher bei der Suche von Daten auftritt. Offiziell ist die Möglichkeit der Steuerung der Festplattengeräuschentwicklung - AAM (Automatic Acoustic Management) im Standard ATA/ATAPI-6 vorhanden, obwohl einige Hersteller sich an solche Lösungen auch in früheren Versionen von diesem Standard wagten. Gemäß Standard erfolgt die Steuerung durch Änderung der Werte im Bereich von 128 bis 254. Das erlaubt Geräuschentwicklung, Leistung, Temperatur, Energieverbrauch und Betriebsdauer der Festplatte zu regeln.

Normalerweise beträgt der Unterschied zwischen Zugriffzeiten bei maximalen und minimalen Werten 5 ms, d.h. ca. 25%. Die Veränderung vom AAM Pegel ist auch bei der abgeschalteten Speisung gültig. Beim Leergang beeinflussen vorwiegend Lager vom Spindel Motor und starke Luftturbulenz innerhalb hermetischen Blocks die Geräuschentwicklung. Es ist unmöglich diesem Geräusch zu vermeiden, denn die Umdrehungsgeschwindigkeit von Magnetplatten ist konstant.